Home
In England wird über „BIM 3.0“ diskutiert – und Deutschland sollte genau hinsehen
- Details
In England wird derzeit unter dem Schlagwort „BIM 3.0“ eine nächste Entwicklungsstufe der digitalen Planung diskutiert. Ausgangspunkt ist ein aktueller Beitrag eines britischen Fachmediums aus London, in dem KI-gestützte und solverbasierte Systeme als mögliche Treiber einer neuen BIM-Phase beschrieben werden. Gemeint ist damit weniger ein offizieller Normbegriff als vielmehr ein neues Zielbild: weg von der rein manuellen Modellproduktion, hin zu stärker automatisierten, daten- und logikbasierten Prozessen.
Im Kern steht die These, dass sich die Rolle von BIM verschiebt. Künftig könnte nicht mehr das manuelle Erstellen und Pflegen von Geometrie im Mittelpunkt stehen, sondern die Frage, welche Informationen in welcher Qualität vorliegen und wie daraus automatisiert Modelle, Dokumente, Varianten oder Entscheidungen abgeleitet werden. Genau diese Richtung beschreibt der britische Fachbeitrag: KI soll große Teile repetitiver Modellierungs- und Dokumentationsarbeit übernehmen und damit klassische BIM-Abläufe grundlegend verändern.
Für Deutschland ist diese Debatte hochrelevant. Denn auch hier wird BIM längst nicht mehr nur als 3D-Methode verstanden, sondern als strukturiertes Informationsmanagement über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks. BIM Deutschland verweist ausdrücklich auf die DIN EN ISO 19650 und beschreibt die Common Data Environment (CDE) als zentrale Quelle „vertrauenswürdiger Informationen“. Damit ist bereits heute ein Rahmen vorhanden, in dem KI-gestützte Prozesse überhaupt sinnvoll greifen können: nämlich dort, wo Daten sauber strukturiert, versioniert, geprüft und übergeben werden.
Weiterlesen: In England wird über „BIM 3.0“ diskutiert – und Deutschland sollte genau hinsehen
digitalBAU wird zum Taktgeber der digitalen Bauwende
- Details
Die vierte Ausgabe der digitalBAU – Fachmesse für digitale Lösungen im Bauwesen – erreichte das erfolgreichste Ergebnis seit Start im Jahr 2020. Von 24. bis 26. März 2026 präsentierten auf dem Gelände der Koelnmesse 300 Aussteller Lösungen und Produkte rund um das Digitale Planen, Bauen und Betreiben. An den drei Messetagen informierten sich rund 11.000 Besucherinnen und Besucher über Neuheiten und Trends aus dem Bereich Bausoftware.
Dr. Reinhard Pfeiffer, Geschäftsführer der Messe München, zieht eine sehr positive Messebilanz: „Mit neuen Bestwerten unterstreicht die digitalBAU ihre Rolle als wichtiger Impulsgeber für die Bauwirtschaft. Hier entstehen Lösungen, die nicht nur Bauprozesse effektiver gestalten, sondern darüber hinaus einen entscheidenden Beitrag zum Wachstum der Baubranche entlang der gesamten Wertschöpfungskette leisten.“
Weiterlesen: digitalBAU wird zum Taktgeber der digitalen Bauwende
ISO 19650 vor grundlegender Neuausrichtung - Deutschland im Fokus des neuen BIM-Lebenszyklusansatzes
- Details
Im Umfeld der digitalBAU 2026 verdichten sich die Hinweise auf eine weitreichende Überarbeitung der internationalen BIM-Norm ISO 19650. Ein aktueller Entwurf (DIS) befindet sich in der Konsultationsphase – mit erheblichen Folgen für den deutschen Bau- und Planungsmarkt. Kern der geplanten Anpassung ist ein Paradigmenwechsel: Informationsmanagement soll künftig durchgängig über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks organisiert werden – von der Planung über die Ausführung bis in den Betrieb.
Skalierbares 3D-Streaming rückt in den Fokus cloudbasierter Bau- und Planungsprozesse
- Details
Neue Technologien für das Streaming hochauflösender 3D-Daten über das Web gewinnen an Bedeutung. Für BIM-Viewer, CDE-Plattformen und digitale Zwillinge könnte das ein wichtiger Entwicklungsschritt sein: Große Modelle sollen schneller, geräteunabhängiger und kollaborativ nutzbar werden – ohne dass Anwender komplette Datensätze lokal verarbeiten müssen.
Ein aktuelles Beispiel ist die Plattform Miris, deren Public Beta am 24. März 2026 gestartet ist. Nach Angaben des Unternehmens werden 3D-Assets im OpenUSD-Format hochgeladen, automatisch für das Streaming aufbereitet und anschließend an verschiedene Endgeräte ausgeliefert. Miris spricht dabei von einer Infrastruktur, die ohne klassischen Aufbau eigener Streaming-Pipelines auskommen und 3D-Inhalte skalierbar über das Web bereitstellen soll. Die Plattform gibt an, Assets mit bis zu 10 GB unterstützen zu können.
Weiterlesen: Skalierbares 3D-Streaming rückt in den Fokus cloudbasierter Bau- und Planungsprozesse
Seite 1 von 4