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Tendenz von der digitalBAU: KI-Visualisierung rückt in den Kern des Entwurfs
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Auf der digitalBAU 2026 in Köln zeichnete sich ein klarer Trend ab: KI wird im Bauwesen nicht mehr nur als Zusatzfunktion verstanden, sondern zunehmend als produktiver Bestandteil durchgängiger Planungs- und Entwurfsprozesse. Das passt auch zum offiziellen Messeprofil: Die digitalBAU nennt „Gamechanger KI“ ausdrücklich als eines der Leitthemen; laut Schlussbericht präsentierten vom 24. bis 26. März 2026 rund 300 Aussteller ihre Lösungen, rund 11.000 Besucher informierten sich über aktuelle Entwicklungen der Bausoftware.
Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung im Bereich Rendering, ArchViz und generative KI. Der bisher eher nachgelagerte Visualisierungsschritt verschiebt sich immer stärker in frühe Entwurfsphasen. Statt erst am Ende eines Projekts aufwendige Renderings zu erzeugen, werden heute bereits aus Skizzen, Modellen und Massing-Studien sehr früh stimmungsvolle Entwurfsbilder und Varianten generiert. Genau diese Richtung verfolgen aktuelle Werkzeuge wie Veras 4.0, D5 Render 3.0, MyArchitectAI und Autodesk Forma Site Design.
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In England wird über „BIM 3.0“ diskutiert – und Deutschland sollte genau hinsehen
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In England wird derzeit unter dem Schlagwort „BIM 3.0“ eine nächste Entwicklungsstufe der digitalen Planung diskutiert. Ausgangspunkt ist ein aktueller Beitrag eines britischen Fachmediums aus London, in dem KI-gestützte und solverbasierte Systeme als mögliche Treiber einer neuen BIM-Phase beschrieben werden. Gemeint ist damit weniger ein offizieller Normbegriff als vielmehr ein neues Zielbild: weg von der rein manuellen Modellproduktion, hin zu stärker automatisierten, daten- und logikbasierten Prozessen.
Im Kern steht die These, dass sich die Rolle von BIM verschiebt. Künftig könnte nicht mehr das manuelle Erstellen und Pflegen von Geometrie im Mittelpunkt stehen, sondern die Frage, welche Informationen in welcher Qualität vorliegen und wie daraus automatisiert Modelle, Dokumente, Varianten oder Entscheidungen abgeleitet werden. Genau diese Richtung beschreibt der britische Fachbeitrag: KI soll große Teile repetitiver Modellierungs- und Dokumentationsarbeit übernehmen und damit klassische BIM-Abläufe grundlegend verändern.
Für Deutschland ist diese Debatte hochrelevant. Denn auch hier wird BIM längst nicht mehr nur als 3D-Methode verstanden, sondern als strukturiertes Informationsmanagement über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks. BIM Deutschland verweist ausdrücklich auf die DIN EN ISO 19650 und beschreibt die Common Data Environment (CDE) als zentrale Quelle „vertrauenswürdiger Informationen“. Damit ist bereits heute ein Rahmen vorhanden, in dem KI-gestützte Prozesse überhaupt sinnvoll greifen können: nämlich dort, wo Daten sauber strukturiert, versioniert, geprüft und übergeben werden.
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digitalBAU wird zum Taktgeber der digitalen Bauwende
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Die vierte Ausgabe der digitalBAU – Fachmesse für digitale Lösungen im Bauwesen – erreichte das erfolgreichste Ergebnis seit Start im Jahr 2020. Von 24. bis 26. März 2026 präsentierten auf dem Gelände der Koelnmesse 300 Aussteller Lösungen und Produkte rund um das Digitale Planen, Bauen und Betreiben. An den drei Messetagen informierten sich rund 11.000 Besucherinnen und Besucher über Neuheiten und Trends aus dem Bereich Bausoftware.
Dr. Reinhard Pfeiffer, Geschäftsführer der Messe München, zieht eine sehr positive Messebilanz: „Mit neuen Bestwerten unterstreicht die digitalBAU ihre Rolle als wichtiger Impulsgeber für die Bauwirtschaft. Hier entstehen Lösungen, die nicht nur Bauprozesse effektiver gestalten, sondern darüber hinaus einen entscheidenden Beitrag zum Wachstum der Baubranche entlang der gesamten Wertschöpfungskette leisten.“
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ISO 19650 vor grundlegender Neuausrichtung - Deutschland im Fokus des neuen BIM-Lebenszyklusansatzes
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Im Umfeld der digitalBAU 2026 verdichten sich die Hinweise auf eine weitreichende Überarbeitung der internationalen BIM-Norm ISO 19650. Ein aktueller Entwurf (DIS) befindet sich in der Konsultationsphase – mit erheblichen Folgen für den deutschen Bau- und Planungsmarkt. Kern der geplanten Anpassung ist ein Paradigmenwechsel: Informationsmanagement soll künftig durchgängig über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks organisiert werden – von der Planung über die Ausführung bis in den Betrieb.
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