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Vorschau auf den 23. buildingSMART-Anwendertag
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Am 13. Mai 2026 lädt buildingSMART Deutschland zum 23. buildingSMART-Anwendertag nach Berlin ein. Veranstaltungsort ist das Hotel Berlin, Berlin. Nach Angaben des Veranstalters umfasst das Programm 28 Vorträge; das offizielle Terminfenster ist mit 10:00 bis 16:30 Uhr angegeben, während das Programmschema bereits einen gemeinsamen Auftakt ab 09:30 Uhr vorsieht.
Der Anwendertag zählt zu den zentralen Treffpunkten der deutschsprachigen BIM- und Open-BIM-Community. Inhaltlich spannt das Programm 2026 einen weiten Bogen: Auf der Agenda stehen unter anderem Infrastruktur, BIM-Implementierung und Change-Management, Planungs- und Produktionsprozesse, Gebäudebetrieb und TGA, Technologie und Datenmanagement, Rahmenbedingungen, Nachhaltigkeit sowie ein eigener Themenblock zu Künstlicher Intelligenz.
Besonders deutlich wird dabei, dass sich die Diskussion im Markt weiter verschiebt: BIM wird nicht mehr nur als Modellierungs- und Koordinationsmethode verstanden, sondern zunehmend als datengetriebene Arbeitsgrundlage für Planung, Bau, Betrieb und Automatisierung. Dazu passen Vorträge zu LLMs im Open-BIM-Planungsalltag, zu neuronaler KI und maschinellem Lernen auf BIM-Baustellen, zum Schutz geistigen Eigentums in Zeiten von KI sowie zu KI als Treiber für nachhaltiges Bauen mit BIM.
CAD wird intelligent: KI rückt direkt ins Herz der Entwicklungsplattform
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Mit dem Start von HOOPS AI zeichnet sich im CAD-Markt eine neue Richtung ab: Künstliche Intelligenz soll nicht mehr nur als separates Zusatztool neben bestehenden Anwendungen laufen, sondern direkt in die technische Daten- und Prozessschicht von CAD-Ökosystemen eingebunden werden. Tech Soft 3D hat HOOPS AI Ende März 2026 offiziell in die allgemeine Verfügbarkeit gebracht und positioniert die Lösung als erstes Framework, das Machine Learning gezielt auf CAD-Daten anwendbar machen soll.
Der entscheidende Punkt ist dabei nicht ein einzelnes KI-Feature, sondern die Plattformlogik dahinter. Laut Produktbeschreibung vereint HOOPS AI den Zugriff auf CAD-Daten, die Aufbereitung großer Datensätze, CAD-spezifische Encodings, Visualisierung sowie die Steuerung reproduzierbarer Experimente in einer durchgängigen Toolchain. Die Lösung richtet sich ausdrücklich an Data Scientists, ML-Ingenieure und Softwareentwickler, nicht primär an klassische Endanwender im Planungsbüro.
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Tendenz von der digitalBAU: KI-Visualisierung rückt in den Kern des Entwurfs
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Auf der digitalBAU 2026 in Köln zeichnete sich ein klarer Trend ab: KI wird im Bauwesen nicht mehr nur als Zusatzfunktion verstanden, sondern zunehmend als produktiver Bestandteil durchgängiger Planungs- und Entwurfsprozesse. Das passt auch zum offiziellen Messeprofil: Die digitalBAU nennt „Gamechanger KI“ ausdrücklich als eines der Leitthemen; laut Schlussbericht präsentierten vom 24. bis 26. März 2026 rund 300 Aussteller ihre Lösungen, rund 11.000 Besucher informierten sich über aktuelle Entwicklungen der Bausoftware.
Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung im Bereich Rendering, ArchViz und generative KI. Der bisher eher nachgelagerte Visualisierungsschritt verschiebt sich immer stärker in frühe Entwurfsphasen. Statt erst am Ende eines Projekts aufwendige Renderings zu erzeugen, werden heute bereits aus Skizzen, Modellen und Massing-Studien sehr früh stimmungsvolle Entwurfsbilder und Varianten generiert. Genau diese Richtung verfolgen aktuelle Werkzeuge wie Veras 4.0, D5 Render 3.0, MyArchitectAI und Autodesk Forma Site Design.
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In England wird über „BIM 3.0“ diskutiert – und Deutschland sollte genau hinsehen
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In England wird derzeit unter dem Schlagwort „BIM 3.0“ eine nächste Entwicklungsstufe der digitalen Planung diskutiert. Ausgangspunkt ist ein aktueller Beitrag eines britischen Fachmediums aus London, in dem KI-gestützte und solverbasierte Systeme als mögliche Treiber einer neuen BIM-Phase beschrieben werden. Gemeint ist damit weniger ein offizieller Normbegriff als vielmehr ein neues Zielbild: weg von der rein manuellen Modellproduktion, hin zu stärker automatisierten, daten- und logikbasierten Prozessen.
Im Kern steht die These, dass sich die Rolle von BIM verschiebt. Künftig könnte nicht mehr das manuelle Erstellen und Pflegen von Geometrie im Mittelpunkt stehen, sondern die Frage, welche Informationen in welcher Qualität vorliegen und wie daraus automatisiert Modelle, Dokumente, Varianten oder Entscheidungen abgeleitet werden. Genau diese Richtung beschreibt der britische Fachbeitrag: KI soll große Teile repetitiver Modellierungs- und Dokumentationsarbeit übernehmen und damit klassische BIM-Abläufe grundlegend verändern.
Für Deutschland ist diese Debatte hochrelevant. Denn auch hier wird BIM längst nicht mehr nur als 3D-Methode verstanden, sondern als strukturiertes Informationsmanagement über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks. BIM Deutschland verweist ausdrücklich auf die DIN EN ISO 19650 und beschreibt die Common Data Environment (CDE) als zentrale Quelle „vertrauenswürdiger Informationen“. Damit ist bereits heute ein Rahmen vorhanden, in dem KI-gestützte Prozesse überhaupt sinnvoll greifen können: nämlich dort, wo Daten sauber strukturiert, versioniert, geprüft und übergeben werden.
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